Dachbodenausbau bei einem Altbau

Es ist schön einen Altbau mit Charme übernehmen zu können. Besonders, da viele von ihnen zwar über eine Ausbaureserve im Dachbereich verfügen, dieser aber noch nicht vorgenommen wurde.

Überraschungen auf dem Dachboden

window-115197_640Wer seinen Dachboden des Altbaus inspiziert, um sich ein Bild von den Möglichkeiten des Ausbaus zu machen, wird die eine oder andere Überraschung finden. Denn in die Dämmung des Dachbodens wurde in diesen Häusern oft vernachlässigt oder gar nicht vorgenommen. Ist tatsächlich eine vorhanden, besteht diese oft aus Stroh, alten Teppichen oder Türelementen und allem, was damals zu finden war. Es kann sogar sein, dass eine vollständige Ladung für den Sperrmüll zustande kommt.

Doch gerade auf die richtige Dämmung kommt es an, wenn der Dachboden nach dem Umbau als Wohnraum genutzt werden soll. Hierbei gilt es, sich hinsichtlich der benötigten Dämmung an die aktuellen Richtlinien zu halten. Gerade im Dachbereich lässt sich sehr gut mit Stein- oder Glaswolle arbeiten, da das Material zwischen die Sparren des Dachstuhles gebracht werden muss.

Die „Wollplatten“ lassen sich einfach „verlegen“. Danach sollte an eine Dampfsperre oder –bremse gedacht werden. So lässt sich Kondenswasser im Dämmmaterial vermeiden.

Rigipsplatte oder Holzverkleidung?

Ist die Dämmung eingebracht, hängt es vom persönlichen Geschmack ab, ob als Verkleidung Rigipsplatten oder eine reguläre Holzverkleidung verwendet wird. Auch an Holzpanelen kann gedacht werden. Um diese aufzubringen sind Querverstrebungen notwendig, auf denen die Verkleidung befestigt werden kann.

In den meisten Fällen eines Dachbodenausbaus ist auch die vollständige Neugestaltung des Fußbodens notwendig. Im Glücksfall genügt es, die Bodenbretter aufzuarbeiten. Sie würden also abgeschliffen und neu versiegelt. Auch hierbei kann wieder eine Überraschung ins Haus stehen. Denn nicht immer ist der Fußboden eines Dachbodens für eine Dauerbelastung ausgelegt.

Bei Bedarf ist also auf den vorhandenen Leisten ein Boden aus starken OSB-Platten oder stabilem Laminat mit entsprechendem Unterbau zu legen. Natürlich ist auch das Verlegen von Holzdielen möglich, je nachdem, wie viel Platz der Dachboden nach oben hin bereithält. Wer sich nicht sicher ist, ob die Sicherheit des vorhandenen Bodens gegeben ist, der kann diesen von einem Fachhandwerker begutachten lassen.

Fenster sind wichtig

Nicht jeder Dachboden verfügt über Fenster, die für ausreichendes Tageslicht sorgen. Daher kann der Einbau von Velux-Fenstern angebracht sein. Diese werden gemäß der aktuellen Energieverordnung angeboten und sorgen bei fachgerechtem Einbau, der selbstverständlich selber vorgenommen werden kann, auch im Winter für Tageslicht, ohne für Wärmeverlust. Mit Velux-Fenstern ist das Lüften ebenfalls einfach, da sie über eine Dauerlüftungsfunktion verfügen.