Nov
02

Informationen zur Lipomastie

Bei einer Lipomastie handelt es sich um eine Vergrößerung der männlichen Brust aufgrund erheblicher Fettansammlung, bei der ein deutlicher Brustansatz beim Mann zu erkennen ist. Ursache können vereinzelt Hämatome oder Tumore im Fettgewebe sein; überwiegend tritt sie jedoch bei starkem Übergewicht (Adipositas) und der damit verbundenen Vermehrung von Fett auf. Damit ist die Lipomastie von der Gynäkomastie abzugrenzen, die sich durch eine Vergrößerung des Brustdrüsenkörpers auszeichnet. Diese entsteht durch hormonelle Veränderungen etwa durch die Einnahme bestimmter Medikamente oder die natürliche hormonelle Verschiebung im Alter und kann lediglich durch einen chirurgischen Eingriff, bei dem das Brustdrüsengewebe entfernt wird, behoben werden. Aufgrund der Ähnlichkeit zur Gynäkomastie wird die Lipomastie auch als Pseudogynäkomastie bezeichnet; da es sich bei dieser jedoch um eine reine Fettansammlung in der Brust handelt und kein tastbares Drüsengeweben nachzuweisen ist, kann sie mittels einer Fettabsaugung entfernt werden.
Da der deutlich sichtbare Brustansatz für Betroffene sehr belastend sein kann und durch Sport und Diäten und dem damit einhergehenden Gewichtsverlust nur langsam zurückgebildet wird, nutzen viele Männer die Möglichkeit des Fettabsaugens. Bei dieser sogenannten Liposuktion bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, am häufigsten ist die Tumeszenztechnik.
Dabei wird zunächst ein Mittel zur örtlichen Betäubung und ein Medikament gegen Blutungen in das Fettgewebe eingespritzt sowie ein Mittel zur Entspannung verabreicht. Die in das Unterhautfettgewebe der Haut geleitete Tumeszenzlösung sorgt dafür, dass das Fettgewebe aufgeschwemmt wird und sich von Knochen und Muskeln löst. Nach 30 Minuten Einwirkzeit wird das überschüssige Fettgewebe der Brust schließlich mit dünnen Absaugkanülen entfernt. Der durch diese Behandlung bedingte Straffungsreiz auf die Brusthaut bewirkt zudem, dass sich die nach der Fettabsaugung überschüssige Haut in der Regel von selbst strafft und nur in extremen Fällen operativ entfernt werden muss.
Diese Form der Brustverkleinerung wird meist ambulant durchgeführt und dauert etwa ein bis zwei Stunden. Anschließend ist in der Regel ein Aufenthalt von weiteren ein bis zwei Stunden ausreichend, bis die Klinik verlassen werden kann. Der Eingriff kann auch unter Vollnarkose vorgenommen werden, in diesem Fall sind jedoch vorab weitere Untersuchungen sowie die Besprechung der Narkose mit dem Anästhesisten notwendig. Die Kosten der Brustreduktion belaufen sich in der Regel auf 1.500 bis 4.500 Euro.

Okt
03

Mou de Veau en Civet

Zu den beliebtesten Artikel meines Blogs gehören die Rezepte. So würde der Beitrag Cervelle de Veau Beaumont im September sage und schreibe 60 Mal aufgerufen, häufig durch einen Treffer bei Google. Darum hier ein weiteres Gericht aus August Escoffiers Kochkunstführer. Kalbslungenpfeffer:

Mou de Veau en Civet

Die Lunge etwas schlagen, damit die Luft entfernt wird, in Stücke von etwas 20 Gramm schneiden, würzen und anschwitzen. Mit 2 Esslöffel Mehl bestäuben und im Ofen anrösten lassen, mit 1/2 Flasche Rotwein und 4 dl Fond aufgiessen und kochen, bis sich der Roux gelöst hat. Dann eine zerdrückte Knoblauchzehe und ein Kräuterbündel hinzugeben und im Ofen 1 1/2 Stunden kochen lassen. Die Stücke ausstechen und in eine andere Kasserolle zusammen mit 15 kleinen, in Butter angebratenen Zwiebeln, 250 g in Würfel geschnittenem, blanchiertem und angeröstetem Bauchspeck und 250 g rohen Champignon geben. Nachdem man die Sauce darüberpassiert hat, lässt man nun alles zusammen noch 25 Minuten kochen.

(Auguste Escoffier, Kochkunstführer, S. 385)

Sep
01

Filmtipp

Ich habe vor zwei Wochen einen sensationellen Film in Salzburg gesehen zum Thema Privatisierung. Der Film heißt Der Große Ausverkauf von Florian Opitz. Anschließend gab es eine Podiumsdiskussion zu diesem Thema mit Corinna Milborn (milborn.net), Dr. Martin Panosch (Stadtrat), Dr. Werner Rügemer (business crime control, wirtschaftsverbrechen.de) wo unter anderem auch über den Kauf des Wohnungsunternehmens WOBA in Dresden gesprochen wurde. Die etwa 49.000 Wohnungen der stadteigenen WOBA waren für 1,7 Milliarden Euro an das amerikanische Investmentunternehmen Fortress gegangen. Dresden war mit dem Verkauf zur einzigen schuldenfreien Großstadt in Deutschland geworden.
ABER was die Stadt nicht wusste, war, dass der Käufer Fortress Investment Group LLC für den Kauf eine Firma gründete, einen Kredit über 1,4 (+,-) Mrd. Euro aufnahm und die 300.000 EUR (+,-) als Eigenkapital bereitstellte. Nach dem Kauf wurden die WOBA DRESDEN mit der Fortress Investment Group LLC zur GAGFAH Group zusammengeführt (Quelle: http://www.gagfah.de/de/ueber_uns/historie.html). Und nun sitzt sind wieder da die Schulden.
Bereits im Februar mussten die Mieter nun erhöhte Mietpreise in Kauf nehmen mit der Begründung man müsse sich an den “”Markterfordernissen orientieren”.
(Quelle: http://www.mdr.de/nachrichten/4157924.html). Für die Stadt Dresden sind das zwar nicht mehr die eigenen Schulden, aber man denke nur mal daran, dass HartzIV Empfänger ihre Wohnung bezahlt bekommen und die Arbeitsagentur gleichermaßen durch die Mieterhöhungen betroffen ist.

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